Dienstag, 11. März 2008

家乐福 (Jialefu)

Oder auch 'Carrefour', ein französischer Supermarkt. Sucht man ausländische Importe in China, dann wird man bei Jialefu fündig. Meine Nutellavorliebe ließe sich also auch hier ausleben, wenn das Glas nicht 6 Euro kosten würde.

Das Problem mit Jialefu ist natürlich, fragt man hier nach "Carrefour", wird man den Laden nicht finden. Die Chinesische Sprache muss aufgrund ihrer Struktur (Monosyllabisch, Tonsprache, Schriftzeichen) fremde Wörter erst 'übersetzen'. Das heißt, phonetisch muss es dem Ursprungswort irgendwie ähneln und wenn möglich auch semantisch passen. So steht das 家 (Jia) für 'Zuhause', das 乐 (le) für 'genießen' und das 福 (fu) für 'Glück'. Also schon eine Einladung zum Shoppen, auch semantisch. "Jialefu" kennt hier jeder, indes 'Carrefour' (ich gebe zu, mit deutschem Akzent gesprochen) ist kein Begriff.

Weitere Beispiele für Transliterationen: amerikanische Politiker (hab ich hier gefunden):

Hillary Clinton 希拉里 (Xilali — sounds like She·la·lee)
Barack Obama: 奥巴马 (Aobama — sounds like Au·bah·muh)
John McCain: 麦肯 (Maiken — sounds like My·kin)
Mitt Romney: 罗姆尼 (Luomuni — sounds like Low·moo·nee)

Ich heiße in China übrigens 非利浦 (feilipu). Ist bekannt, weil die gleichnamige holländische Firma auch in China operiert.

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